Polenreise mit dem Fahrrad 2026
In meiner Freizeit unternehme ich gerne mehrtägige Radtouren in Deutschland und im Ausland. Im Sommer 2026 habe ich mich entschlossen, Polen zu erkunden. Diese Gelegenheit habe ich auch genutzt, um das Land unserer Vorfahren im Weichsel-Nogat-Delta zu besuchen. Auf die Idee kam ich unter anderem, weil sich die polnische Grenze von Ostwestfalen aus relativ einfach erreichen lässt. Eine Zugfahrt von Gütersloh oder Bielefeld nach Berlin dauert etwa drei Stunden. Von Berlin aus gibt es regelmäßige Züge Richtung Osten. Für die Rückreise fährt außerdem regelmäßig ein Zug von Danzig (Gdańsk) nach Berlin. Ich bin am Donnerstagabend mit der Bahn von Bielefeld nach Berlin gefahren. Nach einer Übernachtung ging es am nächsten Morgen mit der S-Bahn aus der Stadt hinaus nach Strausberg. Hier begann die eigentliche Radtour. Von dort aus wollte ich die gesamte Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen. Wegen einiger Pannen hat das leider nicht ganz geklappt, sodass ich mehrmals die polnische Bahn nutzen musste.
Insgesamt verlief die Radtour aber größtenteils nach Plan, und meine Erwartungen haben sich erfüllt. Die Qualität der Radwege ist unterschiedlich: Es gibt gut ausgebaute Radwege, berühmt-berüchtigte Sandpisten, ruhige Landstraßen und Lochplatten, aber auch Straßen voller Schlaglöcher. Die Infrastruktur für den Autoverkehr wurde in Polen in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. Radwege sind jedoch noch nicht so gut ausgebaut wie in Deutschland.
Ich habe den Bericht in vier Teile unterteilt. Hinweis zu den Ortsnamen: Ich verwende die heutigen polnischen Namen; die früheren deutschen Namen stehen in Klammern.